Geschützte Pilze in Oberösterreich

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Geschützte Pilze dürfen wegen ihrer Seltenheit nicht geerntet werden. Meist stehen sie in Biotopen, die für ihr Wachstum besondere Bedingungen aufweisen. Eigentlich sollten diese Biotope geschützt werden.
Tiere, Pflanzen und Pilze bilden jeweils ein eigenes Reich. Leider sind die geschützten Pilze nur unter den Pflanzen zu finden:
https://www.land-oberoesterreich.gv.at/files/publikationen/n_pflanzen.pdf

Diese sieben Pilze sind in Oberösterreich geschützt. Sie dürfen nicht entnommen werden:

Schönfußröhrling – Caloboletus calopus: wächst auf an Wegrändern im Nadelwald in mittleren bis höheren Gebirgslagen
Brätling – Lactifluus volemus: ist ein Milchling, dessen Milch nach Fisch riecht; nur mehr ortshäfig
Riesenbovist – Calvatiagigantea: auf Wiesen (Streuobstwiesen), Weiden und in lichten Wäldern
Sumpfhaubenpilz – Mitrula paludosa: in klarem leicht fließenden Wasserläufen auf Fichtennadeln oder -zweigen
Juchtenellerling – Cuphophyllus russocoriaceus: ein Pilz, der intensiv nach Leder riecht
Zitzen-Stielbovist – Tulostoma brumale: häufiger Pilz auf Bahndämmen, Müllhalden, auf sandigen Böden
Bischofsmütze – Gyromitra infula: ein Pilz des Herbsts, ein Saprobiont unter Fichten und Kiefern im Bergwald

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