Live-Stream "Die geheimnisvolle Litzlbergerin"

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Live-Stream "Die geheimnisvolle Litzlbergerin"

OÖ Stories – Episode 005

Sei live dabei, wenn Landeshauptmann Thomas Stelzer, Direktor Alfred Weidinger, Landesarchäologe Stefan Traxler und der Bauunternehmer Norbert Hartl über einen aufsehenerregenden Gräberfund in Seewalchen Litzlberg mit einem Metallsarg aus dem 17. Jahrhundert berichten.In „CSI-Manier" versuchen Forscher zu eruieren, wer sich hinter der „geheimnisvollen Litzelbergerin" verbirgt. In ihrem Grab hat sich neben außergewöhnlich gut erhaltenen Textilien, Lederresten von den Schuhen und dem Einband eines Gebetsbuches auch ein goldener Ring mit Gravuren erhalten. Bald gibt es innovative Ausstellungs- und Vermittlungscontainer auf dem Strandbad-Parkplatz in Seewalchen, wo den Forschern über die Schulter geschaut werden kann.

Gepostet von OÖ Kultur am Freitag, 17. April 2020

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Kommentare:
  1. Sonja Taxacher sagt:

    Ich möchte mich für diese spannende Aufarbeitung bedanken. Es ist sehr fesselnd und ich freue mich schon auf weitere Ergebnisse.

  2. Maria Schörkhuber sagt:

    Danke dass sie die unglaublichen Neuigkeiten mit uns teilen, Gratulation und weiter gutes gelingen.

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Im Herrschaftsarchiv Wagrain, das im Oberösterreichischen Landesarchiv liegt, finden sich Testament und Mitgiftverzeichnis von Anna Maria Händlin.

Testament und Mitgift Anna Maria Engl, geb. Händlin

Auf der Inschrift der Grabtafel sollten sich Informationen zur hier bestatteten „geheimnisvollen Litzlbergerin“ finden.

Die Grabtafel wird geöffnet

25. März 2020. Die Freilegungsarbeiten begannen um 7 Uhr und dauerten bis Mittag.

Gräberfund Litzlberg / Protestantisches Bethaus

Kurzbiografie der Eltern von Anna Maria Händl

Die geheimnisvolle Litzlbergerin

Simon von Engl kaufte Schloss Litzlberg zwischen 1605 und 1608 von Weikard von Polheim. Allerdings erwarb Engl zu diesem Zeitpunkt lediglich das Schloss selbst, die anderen Besitzungen, wie etwa ein Meierhof, eine Säge sowie verschiedene Zehenten, verblieben bei Polheim. 1615 erweiterte er das Schloss um einen Rundturm, wobei ein Römerstein gefunden wurde. Im gleichen Jahr ließ er als Reaktion auf gegenreformatorische Bestrebungen in den Nachbargemeinden ein neues evangelisches Predigthaus erbauen, in dem bis 1624 Cyriac Götz seinen Dienst versah.

Die Engl von Wagrain besaßen Litzlberg zumindest bis 1642, wobei Gottlieb Engl von Wagrain in diesem Jahr das Schloss an Franz Christoph Khevenhüller verkaufte. Dieser (Ver-)Kauf wurde entweder später rückabgewickelt oder Khevenhüller verkaufte weiter.

In einer Urkunde vom Dezember 1642 wird Franz Christoph Khevenhüller zu Aichberg, Graf zu Frankenburg, Herr der Herrschaft Lützlberg, genannt.

Nächster nachgewiesener Besitzer ist der ständische Landschaftseinnehmer Johann von Kunitz, der bis 1655 Leheninhaber von Litzlberg war.

Auf ihn folgte Christoph Staindl von Plötzened, der Litzlberg dann 1664 an das Geschlecht der Seeauer verkaufte. Der erste war Elias von Seeau zu Mühlleiten. Er hatte vorher auch die Herrschaft Würting gekauft.

Die Seeauer waren dann bis 1769 Besitzer von Litzlberg.

 

Literatur:

OÖLA, Kommunalarchiv Gramastetten, Urkunde Nr. 13

OÖLA, Herrschaftsarchiv Wagrain, HS 10

OÖLA, Museala, Khevenhüllerarchiv, Sch. 143, Sch. 147

Zauner, Alois: Vöcklabruck und der Attergau. Stadt und Grundherrschaft in Oberösterreich bis 1620 (Forschungen zur Geschichte Oberösterreichs). Linz 1971. 385, 565

 

[Peter März HISTORIKER]

Schloss Litzlberg