Konservierung der Särge

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Nach der Anlieferung der Sargfunde im Depot Welserstraße ist die Erstversorgung und Konservierung in vollem Gang. Die losen Holzteile werden vorsichtig nass gereinigt und nach Möglichkeit zugeordnet. Das Ergebnis soweit: Zwei geschwärzte Sargdeckel, davon einer mit einem ausgesparten Kreuz. Sie gehören zu den zwei ineinander gesetzten Holzsärgen, die sich nach wie vor in dem aus Metall befinden. Das Holz wird derzeit noch nass gehalten, da es bei einer unkontrollierten Trocknung stark schrumpfen würde. Der Sarg aus (vermutlich verzinntem) Kupferblech mit den eisernen Ringbeschlägen sollte dagegen möglichst rasch trocknen. Wir denken daher an eine baldige Trennung der drei Sargkisten zur gesonderten Behandlung. Über das “Wie” und über eine mögliche Abnahme und Rückformung des deformierten Metalldeckels wird kommende Woche mit den KollegInnen vom Restaurierungsatelier Friedl & Göttlich beraten. [Susanne Heimel]

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Kommentare:
  1. Maria Schörkhuber sagt:

    Hochinteressannt, Susanne danke für den Link lasst uns weiter teilhaben wir gespannt auf weirere Berichte. Maria u Johannes

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Die Adelsfamilie Engl von Wagrain und ihre Besitzung Schloss Litzlberg

Das ursprünglich aus Franken stammende Rittergeschlecht Engl stand spätestens ab 1499 in landesfürstlichen Diensten unter Kaiser Maximilian I. Dieser gestattete dem Mautaufschläger Albrecht Engl den Wiederaufbau des Edelsitzes Wagrain nahe Vöcklabruck.

Nach 1573 teilte sich die Familie in zwei Linien. Simon Engl begründete als Stammvater den Litzlberger Zweig, der mit Sigmund Friedrich Engl von Wagrain im Jahr 1701 wieder ausstarb und danach mit dem Hauptzweig vereinigt wurde. Simon Engl wurde 1598 in den jungen, 1615 in den alten Ritterstand aufgenommen.

Simon Engl erwarb 1605 Schloss Litzlberg von Weikard von Polheim, beide gehörten dem protestantischen Glauben an. 1615 ließ Simon Engl in Litzlberg eine evangelische Hauskapelle errichten, die bis 1656 nachgewiesen ist. In zwei Ehen zeugte er sieben Töchter und fünf Söhne.

Simon Engls Sohn, Wolf Albrecht musste um 1630/31 auf Grund seines protestantischen Glaubens kurzzeitig Oberösterreich verlassen, kehrte später zurück, verstarb jedoch 1640.

 

Literatur:

Marks, Alfred: Familiengeschichtliche Aufzeichnungen der Engl von Wagrain 1657 bis 1797. In: Mitteilungen des Oberösterreichischen Landesarchivs. Beiträge zur Rechts-, Landes- und Wirtschaftsgeschichte. 8. Band. Graz/Köln 1964. 274-286

Zauner, Alois: Vöcklabruck und der Attergau. Stadt und Grundherrschaft in Oberösterreich bis 1620 (Forschungen zur Geschichte Oberösterreichs). Linz 1971. 292

 

[Peter März HISTORIKER]

Engl von Wagrain

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Gräberfund Litzlberg / Protestantisches Bethaus