Identifikation 01

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Für Recherchen im Zusammenhang mit der Identifizierung der weiblichen Person aus dem Metallsarg aus Litzlberg, besuchte Stefan Traxler Georg Spiegelfeld-Schneeburg im Schloss Tillysburg (errichtet zwischen 1630 und 1640). Georg Spiegelfeld-Schneeburg ist einer der letzten Nachfahren der Familie Engl, einem ursprünglich fränkischen Rittergeschlecht, das 1499 Schloss Wagrein (Vöcklabruck) errichten ließ. Es ist durchaus denkbar, dass die gegenständliche Person aus dem Umfeld der Familie Engl kommt. In Hinblick darauf wurde der Stammbaum geprüft, Namen und Lebensdaten aufgenommen sowie die im Schloss Tillysburg befindlichen Ahnenbildnisse der Familie Engl gefilmt. Während der Sichtung historischer Dokumente wurde eine bislang unbekannte und damit unveröffentlichte handschriftliche Notiz über die sog. “Litzelberger-Linie” der Fam. Engl entdeckt. Das Dokument wird umgehend transkribiert. Herr Georg Spiegelfeld-Schneeburg erteilt uns die Genehmigung DNA-Untersuchungen in der Familiengruft der Fam. Engl vorzunehmen. [Alfred WEIDINGER]

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14. April 2020 Zwischenergebnis Metallrestaurierung.

Identifikation 01 / Kupfertafel mit vermeintlicher Inschrift (Gravur)

Die Adelsfamilie Engl von Wagrain und ihre Besitzung Schloss Litzlberg

Das ursprünglich aus Franken stammende Rittergeschlecht Engl stand spätestens ab 1499 in landesfürstlichen Diensten unter Kaiser Maximilian I. Dieser gestattete dem Mautaufschläger Albrecht Engl den Wiederaufbau des Edelsitzes Wagrain nahe Vöcklabruck.

Nach 1573 teilte sich die Familie in zwei Linien. Simon Engl begründete als Stammvater den Litzlberger Zweig, der mit Sigmund Friedrich Engl von Wagrain im Jahr 1701 wieder ausstarb und danach mit dem Hauptzweig vereinigt wurde. Simon Engl wurde 1598 in den jungen, 1615 in den alten Ritterstand aufgenommen.

Simon Engl erwarb 1605 Schloss Litzlberg von Weikard von Polheim, beide gehörten dem protestantischen Glauben an. 1615 ließ Simon Engl in Litzlberg eine evangelische Hauskapelle errichten, die bis 1656 nachgewiesen ist. In zwei Ehen zeugte er sieben Töchter und fünf Söhne.

Simon Engls Sohn, Wolf Albrecht musste um 1630/31 auf Grund seines protestantischen Glaubens kurzzeitig Oberösterreich verlassen, kehrte später zurück, verstarb jedoch 1640.

 

Literatur:

Marks, Alfred: Familiengeschichtliche Aufzeichnungen der Engl von Wagrain 1657 bis 1797. In: Mitteilungen des Oberösterreichischen Landesarchivs. Beiträge zur Rechts-, Landes- und Wirtschaftsgeschichte. 8. Band. Graz/Köln 1964. 274-286

Zauner, Alois: Vöcklabruck und der Attergau. Stadt und Grundherrschaft in Oberösterreich bis 1620 (Forschungen zur Geschichte Oberösterreichs). Linz 1971. 292

 

[Peter März HISTORIKER]

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