25. März 2020 Grabung, Bergung

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Der Metallsarg wurde freigelegt und auf eine Holzpalette abgestellt. Mit einem Auto-Kran wurde die Palette mit dem Sarg aus der Baugrube gehoben und in einer Garage der Fa. Schmid-Baugruppe in Seewalchen a.A. eingelagert. Bmst. Ing. Norbert Hartl (s.u.) ist der geschäftsführende Gesellschafter der Schmid-Baugruppe (Frankenburg). Durch Feinsondierungen des Aushubmaterial wurden weitere Sargreste (Holzpfosten, Holzbretter, Kupferbleche, Eisenbeschläge) und menschliche Gebeine (Schädel, Wirbel, Rippen etc.) sichtbar.

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8. April 2020. Eigentümer, Leihvertrag und Übernahme der Funde zur wissenschaftlichen Bearbeitung.

Gräberfund Litzlberg / Protestantisches Bethaus

Simon von Engl kaufte Schloss Litzlberg zwischen 1605 und 1608 von Weikard von Polheim. Allerdings erwarb Engl zu diesem Zeitpunkt lediglich das Schloss selbst, die anderen Besitzungen, wie etwa ein Meierhof, eine Säge sowie verschiedene Zehenten, verblieben bei Polheim. 1615 erweiterte er das Schloss um einen Rundturm, wobei ein Römerstein gefunden wurde. Im gleichen Jahr ließ er als Reaktion auf gegenreformatorische Bestrebungen in den Nachbargemeinden ein neues evangelisches Predigthaus erbauen, in dem bis 1624 Cyriac Götz seinen Dienst versah.

Die Engl von Wagrain besaßen Litzlberg zumindest bis 1642, wobei Gottlieb Engl von Wagrain in diesem Jahr das Schloss an Franz Christoph Khevenhüller verkaufte. Dieser (Ver-)Kauf wurde entweder später rückabgewickelt oder Khevenhüller verkaufte weiter.

In einer Urkunde vom Dezember 1642 wird Franz Christoph Khevenhüller zu Aichberg, Graf zu Frankenburg, Herr der Herrschaft Lützlberg, genannt.

Nächster nachgewiesener Besitzer ist der ständische Landschaftseinnehmer Johann von Kunitz, der bis 1655 Leheninhaber von Litzlberg war.

Auf ihn folgte Christoph Staindl von Plötzened, der Litzlberg dann 1664 an das Geschlecht der Seeauer verkaufte. Der erste war Elias von Seeau zu Mühlleiten. Er hatte vorher auch die Herrschaft Würting gekauft.

Die Seeauer waren dann bis 1769 Besitzer von Litzlberg.

 

Literatur:

OÖLA, Kommunalarchiv Gramastetten, Urkunde Nr. 13

OÖLA, Herrschaftsarchiv Wagrain, HS 10

OÖLA, Museala, Khevenhüllerarchiv, Sch. 143, Sch. 147

Zauner, Alois: Vöcklabruck und der Attergau. Stadt und Grundherrschaft in Oberösterreich bis 1620 (Forschungen zur Geschichte Oberösterreichs). Linz 1971. 385, 565

 

[Peter März HISTORIKER]

Schloss Litzlberg

Ein Portrait aus der Sammlung Spiegelfeld zeigt Anna Engl von Wagrain, geborene Furtin. Sie war die Gattin von Simon (1571-1639), dem damaligen Familienoberhaupt der Familie Engl von und zu Wagrain. Sie zählte zunächst nicht zum engsten Kreis der „Verdächtigen“, weil die historische Überlieferung zu ihren Lebensdaten unvollständig und teilweise sogar falsch ist. So wird beispielsweise als Sterbejahr 1594 angegeben, obwohl sie in diesem Jahr erst geheiratet hat und – wie wir nun von der Grabtafel wissen – 1620 verstorben ist.

IDENTIFIKATION 1.2 / Portrait der Anna Engl, geb. Furtin

Wissensvermittlung → Virtuelle Präsenz →

In einem der Container können sich BesucherInnen zukünftig Live mit KollegInnen aus dem Schlossmuseum zum Gräberfund austauschen.

Ausstellung 03 / Kulturvermittlung 4.0

9. April 2020. Bmst. Ing. Norbert Hartl hat telefonisch die Erlaubnis der Entnahme von Knochensubstanzen für DNA-Proben erteilt. [Alfred Weidinger GF, Stefan Traxler ARCHÄOLOGE]

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