Der goldene Ring / Oberflächenbeschaffenheit

Merken

Bei 10facher Vergrößerung (Mikroskop) konnten wir einen Eindruck von den Oberflächenbehandlung gewinnen. Die Innenfläche zeigt die Gravur “Leben an Christ”. Die Außenfläche ist vollständig emailliert (schwarz, dunkelblau, hellblau und weiß); sie weist neben floralen Motiven folgende Darstellungen auf: Hahn, Stern, Haus, Hemd u.a. Die Goldschmiedearbeit ist außergewöhnlich. Wir werden Lothar Schultes um eine erste Einschätzung bitten. In den nächsten zwei Tagen werden Makroaufnahmen des Rings gemacht. Die angefügten Fotos wurden mit der Kamera des Mobiltelefons durch das Mikroskop aufgenommen. [Alfred WEIDINGER]

Teilen auf:
Kommentare:

Es sind noch keine Kommentare abgegeben worden.

Schreibe einen Kommentar

Auch Interessant

11. April 2020 Aufnahmen vom Parkplatz an der Atterseestraße in Seewalchen a. A. mit Varianten für die Aufstellung der Ausstellungscontainer.

Ausstellung 02 / Örtlichkeit Seewalchen a. A.

14. April 2020 Zwischenergebnis Metallrestaurierung.

Identifikation 01 / Kupfertafel mit vermeintlicher Inschrift (Gravur)

Ein Portrait aus der Sammlung Spiegelfeld zeigt Anna Engl von Wagrain, geborene Furtin. Sie war die Gattin von Simon (1571-1639), dem damaligen Familienoberhaupt der Familie Engl von und zu Wagrain. Sie zählte zunächst nicht zum engsten Kreis der „Verdächtigen“, weil die historische Überlieferung zu ihren Lebensdaten unvollständig und teilweise sogar falsch ist. So wird beispielsweise als Sterbejahr 1594 angegeben, obwohl sie in diesem Jahr erst geheiratet hat und – wie wir nun von der Grabtafel wissen – 1620 verstorben ist.

IDENTIFIKATION 1.2 / Portrait der Anna Engl, geb. Furtin

14. April 2020. Michael Grabner (Universität für Bodenkultur Wien) übermittelt den Bericht zu zwei Sargbrettern aus Litzlberg, die ihm auf Veranlassung des Bundesdenkmalamtes zur Bestimmung übergeben worden sind. Eine dendrochronologische Altersbestimmung war leider nicht möglich. Die Holzart – Eiche – konnte hingegen bestimmt werden. [Stefan Traxler, ARCHÄOLOGE]

Dendrochronologische Altersbestimmung leider ergebnislos

20. März 2020, 13 Uhr Entdeckung von Gräbern in Litzlberg am Attersee

Gräberfund Litzlberg / Protestantisches Bethaus

Simon von Engl kaufte Schloss Litzlberg zwischen 1605 und 1608 von Weikard von Polheim. Allerdings erwarb Engl zu diesem Zeitpunkt lediglich das Schloss selbst, die anderen Besitzungen, wie etwa ein Meierhof, eine Säge sowie verschiedene Zehenten, verblieben bei Polheim. 1615 erweiterte er das Schloss um einen Rundturm, wobei ein Römerstein gefunden wurde. Im gleichen Jahr ließ er als Reaktion auf gegenreformatorische Bestrebungen in den Nachbargemeinden ein neues evangelisches Predigthaus erbauen, in dem bis 1624 Cyriac Götz seinen Dienst versah. Die Engl von Wagrain besaßen Litzlberg zumindest bis 1642, wobei Gottlieb Engl von Wagrain in diesem Jahr das Schloss an Franz Christoph Khevenhüller verkaufte. Dieser (Ver-)Kauf wurde entweder später rückabgewickelt oder Khevenhüller verkaufte weiter. In einer Urkunde vom Dezember 1642 wird Franz Christoph Khevenhüller zu Aichberg, Graf zu Frankenburg, Herr der Herrschaft Lützlberg, genannt. Nächster nachgewiesener Besitzer ist der ständische Landschaftseinnehmer Johann von Kunitz, der bis 1655 Leheninhaber von Litzlberg war. Auf ihn folgte Christoph Staindl von Plötzened, der Litzlberg dann 1664 an das Geschlecht der Seeauer verkaufte. Der erste war Elias von Seeau zu Mühlleiten. Er hatte vorher auch die Herrschaft Würting gekauft. Die Seeauer waren dann bis 1769 Besitzer von Litzlberg.   Literatur: OÖLA, Kommunalarchiv Gramastetten, Urkunde Nr. 13 OÖLA, Herrschaftsarchiv Wagrain, HS 10 OÖLA, Museala, Khevenhüllerarchiv, Sch. 143, Sch. 147 Zauner, Alois: Vöcklabruck und der Attergau. Stadt und Grundherrschaft in Oberösterreich bis 1620 (Forschungen zur Geschichte Oberösterreichs). Linz 1971. 385, 565   [Peter März HISTORIKER]