Ausstellung 02 / Örtlichkeit Seewalchen a. A.

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Die Anlage benötigt 6 Autoabstellplätze. Der Standort wird im Wesentlichen von der Stromzufuhr abhängig sein. Die Martgemeinde Seewalchen a. A. erklärte sich bereit diese Leistungen zu erbringen.

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Gräberfund Litzlberg / Protestantisches Bethaus

Aushubmaterial wird auf weitere mögliche Funde untersucht!

Gräberfund Litzlberg

Des Rätsels Lösung lieferte wie erwartet die Grabtafel, die neben dem vom Bagger beschädigten Metallsarg entdeckt worden war. Es handelt sich bei der „geheimnisvollen Litzlbergerin!“ um Anna Engl von Wagrain (ca. 1574-1620).

IDENTIFIKATION 1.1 / Das Rätsel ist gelöst

15. April 2020 Besuch bei der Textilrestauratorin Traute Rupp.

Kleidung 01

Die Adelsfamilie Engl von Wagrain und ihre Besitzung Schloss Litzlberg

Das ursprünglich aus Franken stammende Rittergeschlecht Engl stand spätestens ab 1499 in landesfürstlichen Diensten unter Kaiser Maximilian I. Dieser gestattete dem Mautaufschläger Albrecht Engl den Wiederaufbau des Edelsitzes Wagrain nahe Vöcklabruck.

Nach 1573 teilte sich die Familie in zwei Linien. Simon Engl begründete als Stammvater den Litzlberger Zweig, der mit Sigmund Friedrich Engl von Wagrain im Jahr 1701 wieder ausstarb und danach mit dem Hauptzweig vereinigt wurde. Simon Engl wurde 1598 in den jungen, 1615 in den alten Ritterstand aufgenommen.

Simon Engl erwarb 1605 Schloss Litzlberg von Weikard von Polheim, beide gehörten dem protestantischen Glauben an. 1615 ließ Simon Engl in Litzlberg eine evangelische Hauskapelle errichten, die bis 1656 nachgewiesen ist. In zwei Ehen zeugte er sieben Töchter und fünf Söhne.

Simon Engls Sohn, Wolf Albrecht musste um 1630/31 auf Grund seines protestantischen Glaubens kurzzeitig Oberösterreich verlassen, kehrte später zurück, verstarb jedoch 1640.

 

Literatur:

Marks, Alfred: Familiengeschichtliche Aufzeichnungen der Engl von Wagrain 1657 bis 1797. In: Mitteilungen des Oberösterreichischen Landesarchivs. Beiträge zur Rechts-, Landes- und Wirtschaftsgeschichte. 8. Band. Graz/Köln 1964. 274-286

Zauner, Alois: Vöcklabruck und der Attergau. Stadt und Grundherrschaft in Oberösterreich bis 1620 (Forschungen zur Geschichte Oberösterreichs). Linz 1971. 292

 

[Peter März HISTORIKER]

Engl von Wagrain